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St.Galler: Spielzeit 2016/2017 - das Programm
03.05.2016 - 20:07

St.Galler: Spielzeit 2016/2017 - das Programm



29 Premieren – darunter zwölf Uraufführungen, drei Schweizer Erstaufführungen und sieben St.Galler Erstaufführungen – erwarten das Publikum in der Saison 2016/2017 am Theater St.Gallen. Im Bereich Oper steht neben Klassikern wie Le nozze di Figaro, Lohengrin oder Nabucco die Uraufführung der Auftragsoper Annas Maske von David Philip Hefti nach der gleichnamigen Novelle von Alain Claude Sulzer auf dem Spielplan. Das Musical Tanz der Vampire feiert seine Schweizer Erstaufführung am Theater St.Gallen. Mit dem Menschsein und all seinen Möglichkeiten und Abgründen setzt sich die Sparte Tanz in den Stücken Orfeo ed Euridice, Gefährliche Liebschaften, Es ist was… und lokomotion auseinander.

Der neue Schauspieldirektor Jonas Knecht geht in zeitgenössischen Stücken wie Vrenelis Gärtli, Am Boden, Das Schweigen der Schweiz, Terror, Fräulein Stark und Eine Familie sowie in der Uraufführung von Dürrenmatts Roman Durcheinandertal den Fragen nach, was unsere Gesellschaft zusammenhält und wie Theater heute funktioniert.

Die 12. St.Galler Festspiele präsentieren vom 23. Juni bis 7. Juli 2017 mit der Oper Loreley von Alfredo Catalani eine weitere Opernrarität auf dem Klosterhof. Mit dem Tanzstück Kranzrede von Jörg Weinöhl schliesst die Festspieltrilogie in der St.Galler Kathedrale.
Das Sinfonieorchester unter der Leitung von Chefdirigent Otto Tausk erklimmt in der Saison 2016/2017 die Gipfelwerke der Musikgeschichte. Eröffnet wird die Spielzeit am 27. August mit einem grossen Theaterfest und dem traditionellen Klassik-Openair-Konzert.

Musiktheater – Träume, Wünsche und Sehnsüchte

In der kommenden Spielzeit beschäftigt sich das Musiktheater mit der Frage, ob Traumwelten existentiell oder gar gefährlich für uns sind, und geht der Melancholie, der Sehnsucht und der Entstehung von Wunschdenken auf die Spur. Dafür stehen Opern wie Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro, Richard Wagners Lohengrin, Giuseppe Verdis Nabucco, Gilbert und Sullivans Operette Der Mikado oder Die Stadt Titipu und die Festspieloper Loreley von Alfredo Catalani auf dem Programm. In der Uraufführung der Oper Annas Maske greifen der St.Galler Komponist David Philip Hefti und der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer die tragische Geschichte der 1910 ermordeten Starsopranistin Anna Suter auf. Seine Musicaltradition setzt das Theater St.Gallen mit der Schweizer Erstaufführung von Tanz der Vampire fort.

Tanz – Mensch sein

Der ungeschönten Realität des Menschseins mit all ihren Möglichkeiten und Abgründen widmet sich die Tanzkompanie unter der Leitung von Beate Vollack in der neuen Saison. Neben den Produktionen Gefährliche Liebschaften, Es ist was… und lokomotion entführt Beate Vollack mit Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice in eine gänzlich andere Klangwelt.

Schauspiel – Die Welt in St.Gallen

Der neue Schauspieldirektor Jonas Knecht und sein Team werfen zu Beginn der neuen Saison eine Reihe Fragen auf – Fragen nach dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und wie wir heute zeitgenössisch auf der Bühne stehen. Diese Fragen führen zu den unterschiedlichsten Stoffen – zu den Uraufführungen Durcheinandertal (Friedrich Dürrenmatt) oder Fräulein Stark (nach Thomas Hürlimann) sowie zu Vrenelis Gärtli (nach Tim Krohn), Am Boden (George Brant), Terror (Ferdinand von Schirach), Eine Familie (Tracy Letts) oder Einige Nachrichten an das All (Wolfram Lotz). Im Auftragswerk Das Schweigen der Schweiz setzen sich fünf AutorInnen mit der Lage der Nation auseinander. Neue Formate wie Autorentheaterabende, LiveHörSpiele wie Nekropolis – Die Stadt gehört uns! und andere spartenübergreifende Projekte stossen in die Bereiche Film, Hörspiel und Tanz vor. Gleich dreifach setzt sich das Schauspiel zu Beginn der Spielzeit mit dem Hamlet-Stoff auseinander. Neben der Shakespeare-Tragödie auf der Grossen Bühne bearbeitet Jonas Knecht das Thema in der Lokremise mit Tänzern, Schauspielern und Musikern. Eine Hamlet-Produktion im Studio richtet sich ganz speziell an ein junges Publikum.

Ab 2016 ist das Theater St.Gallen zum ersten Mal als Koproduktionspartner beim Dramenprozessor dabei und bietet fünf Autorinnen und Autoren eine einjährige Werkstatt am Theater. Ab September 2016 wird der Container.St.Gallen als mobile Spielstätte an immer neuen Orten in der Stadt auftauchen, mal als Ort für Lesungen oder LiveHörSpiele, mal als Büro oder Schreibstube der Autorinnen und Autoren des Dramenprozessors.

Konzerte – Gipfelwerke

Hoch hinaus zu Höhenflügen und Gipfelwerken der Musik geht es in der Konzertsaison 2016/2017 mit dem Sinfonieorchester unter der Leitung von Chefdirigent Otto Tausk. So beginnt die Spielzeit auf über 2200 Metern mit einem Openair-Konzert auf dem Gipfel des Chäserrugg im Toggenburg. Des weiteren erklingen Meisterwerke wie Hector Berlioz‘ Symphonie fantastique, Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie, Sergej Rachmaninows 2. Sinfonie und Schuberts Unvollendete. Weltklasse gibt es auch im Meisterzyklus, u.a. mit Grigory Sokolov, Isabell Faust und Andreas Staier in einem Rezitalprogramm von C. P. E. Bach bis Brahms, dem Minguet Quartett, ATOS Trio und Trombone Unit Hannover. Mittagskonzerte laden zu Musik und Lunch, Kammermusik am Sonntag um 5 in Tonhalle und ins historische Forum St.Katharinen ein.

Kinder und Jugend

Das Publikum von morgen begleitet Konzert und Theater St.Gallen schon heute mit seinen Kinder- und Jugendproduktionen wie Peter Pan, FlussPferde oder Der Kleine und das Biest im Schauspiel und GOLD! im Musiktheater.
Wer gern selbst einmal auf der Bühne stehen und Theaterluft schnuppern möchte, kann sich in einem der Theaterkurse ausprobieren. In der Theatertanzschule kann von Hip-Hop, Breakdance, Contemporary bis Ballett, Jazz oder Yoga bei Mitgliedern der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen getanzt werden – zum Spass oder mit professionellen Ambitionen.

Mit ‹jugend@tonhalle› führt das Sinfonieorchester St.Gallen Kinder und Jugendliche mit Kinder-, Familien- und Jugendkonzerten wie Romeo und Julia, Ohrovision Music Contest, Hollywood Classicsoder Recht Sennisch! sowie ‹Musikunterricht live!› und Schulhauskonzerten mit Spass und Sensibilität an die klassische Musik heran.


Ralf


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