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Time4Musical   Creators - Kurze Review zur ersten Vorrunde
30.03.2015 von Nathalie


Der Komponisten-Wettbewerb im Schmidt Theater kommt an



Creators – neue Musicals braucht das Land – so der Aufruf von den Machern des Schmidt-Theaters in Hamburg, Corny Littman und Norbert Aust im November 2014. Mit der Jury, bestehend aus bekannten Größen der Theaterwelt wie Borris Brandt, Gayle Tufts, Johannes Mock O‘Hara, Martin Lingnau, Heiko Wohlgemuth, Jane Comerford, Florian Vogel, Joachim Benclowitz, Michaela Flint, Mirko Bott und dem Jury Vorsitzenden Helmut Baumann, wurde das Projekt vorgestellt.


Jury-Vorsitzender Helmut Baumann erklärt das Prozedere


Neue deutsche Musical-Kompositionen sollten eingereicht werden, um in einem Wettbewerb ein neues Stück für die Bühne hervorzubringen. Stattfinden sollte das Ganze natürlich im Schmidt Theater. Der große Hintergedanke dabei war und ist, zu zeigen, wie viele talentierte Komponisten es doch in den deutschen Landen gibt.


"Die Tresenkönigin"


Nach der Auswahl aus den Einsendungen wurden Anfang März im Schmidt Theater die ersten fünf neuen Kompositionen vorgestellt. Die Jury ermittelte noch am selben Abend die beiden Vorträge, die ins Finale einziehen würden. Im April und Mai folgen zwei weitere Runden mit jeweils fünf weiteren Teilnehmern. Am Ende konkurrieren sechs Kompositionen am 12. und 13. Oktober 2015 um den finalen Sieg.


"Weihnachtsmann gesucht"


Beim ersten Vorentscheid stellten sich „Die Tresenkönigin“ (über eine Hafenkneipe Hamburgs in den 50er Jahren), „Älter“ (handelt davon, was das „Älter werden“ mit sich bringt), „Störtebeker – Fluch des Meeres“ (wie es zur Hinrichtung kam und wer der Pirat war), „Weihnachtsmann gesucht“ (der Weihnachtsmann wird von Gott und Engel Gabriel verbannt) und „Der Schimmelreiter“ (eben diese Erzählung als Musical) vor. Unterschiedlicher konnten die Präsentationen nicht sein.


"Störtebeker - Flucht des Meeres"


„Störtebeker“ versuchte mit oppulenten Kampfszenen und viel Power zu überzeugen. In „Weihnachtsmann gesucht“ wurde definitiv von Anfang an zu viel geredet. Das konnte der Rap, mit dem der Ausschnitt begann, nicht wettmachen. „Der Schimmelreiter“ überzeugte mit kräftigen Kompositionen und wurde durchgängig in Liedern präsentiert. „Älter“ ließ einen in seiner Präsentation an „Rent“ oder auch „Next to Normal“ denken. Dennoch überzeugte das Stück durch den ganzen Vortrag. „Die Tresenkönigin“ ging im Klang Richtung Shanties und der Sehnsucht nach dem weiten Meer. Vom präsentierten Inhalt her passte es wunderbar in das Schema des Schmidt-Theater – spielt das Stück doch auf St. Pauli und birgt den Charme der Hafenkneipen und der Besucher, die dort ein und aus gehen (die Dialoge sind ganz und gar nicht jugendfrei, treffen den Schmidt-Charme, nur etwas härter als gewohnt).


"Der Schimmelreiter"


Die Auserwählten bekommen alle eine Förderung von 10.000 Euro, um damit ihre Stücke für das Finale soweit auszubauen, dass sie dort mindestens 60 Minuten präsentieren können. Im Prinzip eine gute Idee, nur haben die ersten Gewinner nun mehr Zeit, ihre Inszenierungen vorzubereiten - im Gegensatz zu denjenigen, die im April und Mai ins Finale einziehen werden. Wir persönlich hätten es besser gefunden, wenn man mit der Bekanntgabe bis zum Ende der letzten Vorrunde gewartet hätte.


Lukas Nimschek mit Gayle Tufts


In der typischen Schmidt- und Tivoli-Art führte Lukas Nimschek, Assistent von Theaterchef Littman (der gerade in seinem Jahresurlaub war), durch den Abend. Er erklärte das Konzept von Creators, und stellte die Autoren kurz vor. Umbauphasen überbrückte er, indem er Jury-Mitglieder befragte. Am Ende interviewte er alle Autoren einzeln, während sie zum Schluss gemeinsam auf der Bühne die Entscheidung erwarteten.

"Älter"


Dann ging alles ganz schnell: Helmut Baumann verkündete mit „Der Tresenkönigin“ und „Älter“ die Sieger des Abends, diese waren doch über diese rasche Entscheidung und über den Sieg sehr überrascht. Sie bekamen Blumensträuße in die Hand gedrückt und erhielten Glückwünsche der „Verlierer“ des Abends und schon war die erste Creators-Vorrunde beendet.


Blumen für die erfolgreichen Komponisten



Am 06.04.2015 findet nun um 20 Uhr die zweite Vorrunde mit folgenden Kandidaten statt:

„Dogs“ (Johannes Kram, Florian Ludewig)

„Immer der Nase nach“ (Jörg Hilger, Harald Buresch)

„Compilation.“ (Dirk Mehnert)

„Die Vier von der Pier“ (Jann Hinnerk Timm, Jonas Kropp, Matthias Berger, Ben Kropp)

„TROJA – Erzähl mir nix vom Pferd!“ (William Danne, Rasmus Schumacher)

Preis: 15,- €
inkl. 2,-€ Systemgebühr je Ticket




Die Sieger der ersten Vorrunde vom 02.03.2015

„Älter“ (Robin Kulisch, Philipp Gras)

„TRESENKÖNIGIN oder die erste Liebe auf St. Pauli“ (Konrad Lorenz und Hafennacht)

Weitere Teilnehmer:
„Der Schimmelreiter“ (Florenz Potthast , Michael Potthast)

„Weihnachtsmann gesucht“ (Chris Brewer, Nadeem Ahmed)

„Störtebeker – Fluch des Meeres“ (Volker Ullmann, Thomas Finna, Alexander Zamponi, Thomas Borchert, John Mortimer, Georg Hahn)




Die dritte Vorrunde:

Mo 04.05.2015 um 20 Uhr im Schmidt Theater

„Zzaun!“ (Tilmann von Blomberg, Alexander Kuchinka)

„Versuchskaninchen“ (Robert Löhr, Lars Redlich, Bijan Azadian)

„ReeperWahn“ (Steffi von Wolf, Mario Stefan Becher, Oliver Pauli)

„Made in Germany“ (Kevin Schröder, Marc Seitz)

„Der fliegende Holländer“ (Philipp Polzin, Christian D. Dellacher)

Preis: 15,- €
inkl. 2,-€ Systemgebühr je Ticket

Tickets: Schmidt Theater und Schmidt Tivoli
Quelle: Creators Wettbewerb





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